Was ist gesichert in der Ernährungsmedizin?

 

Zur Vorbeugung gegen Krankheiten gibt es keine Maßnahme,die wirkungsvoller und kostengünstiger ist als die richtige Ernährung.

 

Es gibt aber auch kein Thema, über das so vielewidersprüchliche und falsche Meinungen kursieren. Zum Beispiel soll Brokkoli Krebserkrankungen verhindern, Knoblauch soll blutreinigend  wirken, Schüssler- und Himalaya-Salze sollenbei Asthma, Schlafstörungen, und auch bei  Krebs helfen. Eine „Übersäuerung“ des Körperssei schädlich. (Eine Übersäuerung gibt es so nicht – wenn der Säuregrad im Blut zu hoch ist, liegt man nämlich auf der Intensivstation !).  Für viele Krankheiten wie zum Beispiel Rheuma und Hyperaktivität gibt es angeblich spezielle Diäten. Dabei handelt es sichaber  nur um Theorien, nachgewiesen istdavon nichts. In China zum Beispiel werden die unterschiedlichsten Kräutergegessen, weil man diesen dort vorbeugende und auch heilende Kräfte für fastalle Krankheiten nachsagt. Bei Nachforschungen stellt sich dann oft heraus,dass es sich um nicht nachprüfbare und vor allem um nicht nachvollziehbareEinzelfallberichte handelt. Dabei spielen der Placebo-Effekt, dieSuggestionskraft des Therapeuten und die Erwartungshaltung des Patienten einegroße Rolle.

 

Die Bausteine unserer Ernährung sind im Wesentlichen:  Kohlenhydrate (Zucker, Mehl, Kartoffeln),Fette (Butter, Öle etc.) und Eiweiß (Fleisch, Fisch). In welchem VerhältnisKohlenhydrate, Fette und Eiweiß zueinander stehen, ist nicht bedeutend. AmWichtigsten ist, dass man nur so viel isst, wie man verbraucht und dass mankein Übergewicht hat.

 

Neben Nikotin und Alkohol verursacht Übergewicht viele Krankheiten, die häufigsten davon sind: Bluthochdruck, Herzdurchblutungsstörungen, Schlaganfall, oder auch bestimmte Krebsarten.

Um Übergewicht abzubauen, gibt es nun verschiedeneDiäten: Atkinsdiät, Formuladiäten mit Konzentratpulvern, Glyxdiät, Trennkostund viele andere. Von diesen ist abzuraten. Das Einzige, was wirklich hilft,ist bewusstes Essen mit reduzierten Kalorien und dazu viel Bewegung. Auch Nahrungs-ergänzungsstoffe sind überflüssig, wenn man sich ausgewogen ernährt. Die Einnahme von Antioxidantien und freien Radikalen bietet keinerlei Vorteil.

Leider ist in der Ernährungsmedizin nur wenig gesichert. Weder im

Kraft-, noch im Ausdauersport,noch bei der Entstehung von Krebser-krankungen steht fest, dass man mitspeziellen Diäten leistungsfähiger wird, bzw. dass man Krankheiten verhindern oderkurieren kann.

 

Zusammenfassend kann man aber sagen:

sofern man nicht an Diabetes, Gicht, Blutfetterhöhung oder Zöliakie leidet, darf man essen, was einem schmeckt, solange man auf sein Gewicht achtet.

 

 

 

 

 

 

 

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